Manchmal passt es wie die Faust auf’s Auge: Gerade habe ich in der Lokalzeitung (der Märker vom 21. / 22. Februar 2015) den Artikel “Beweglich bleiben bis ins hohe Alter – Sportwissenschaftler Andreas Bredenkamp über Bedeutung von Bewegung und Training für unsere Gesellschaft” gelesen, da sehe ich kurz danach den Online-Artikel vom Handelblatt “Die Fehler der dicken Deutschen”, zugegebenermaßen eine dramatisch klingende Überschrift. Interessant wird es erst in der kurzen Inhaltsbeschreibung: “Jeder Dritte treibt keinen Sport, die meisten viel zu wenig. Hinzu kommt schlechte Ernährung. Die Deutschen leben ungesund, weiß Walter Tokarski, Präsident der Gesellschaft für Prävention. Das muss sich dringend ändern.”

So lassen sich auch beide Artikel zusammenführen. Ihr könnt euch den Inhalt sicher denken, er ist scheinbar offensichtlich, tausend Mal gehört und dennoch aktuell. Wir bewegen uns zu wenig und essen zu viel und zu ungesund. Schuld daran sind die alltäglichen Annehmlichkeiten, wie z. B. das Auto für kurze Wegstrecken, oder die alltäglichen Zwänge, wie z. B. die stundenlange Arbeit am Bürotisch sitzend. Wann immer ich diese Themen irgendwo anspreche, stoße ich auf bedächtiges Kopfnicken, aber auch auf Sätze wie: “Ja, aber das ist doch nichts Neues.”

Richtig, neu ist das nicht. Aber scheinbar erkennen viele Menschen nicht, wie wichtig es ist, sich ausgewogen zu ernähren und zu bewegen. Im Zeitungsartikel “Beweglich bleiben bis ins hohe Alter” wird abschließend ein Zitat von Andreas Bredenkamp eingebaut: “Erhalten Sie sich bis ins hohe Alter eine starke Muskulatur, damit sie [sic] in der Lage bleiben, so häufig wie möglich ihre [sic] vier Wände zu verlassen. Nur so ist dem Abbau im Alter zu begegnen.”

Genau so sieht es aus!

 

Der Artikel „Beweglich bleiben bis ins hohe Alter“ erschien im Märker am Wochenende 21. / 22. Februar 2015. Weil es sich beim Märker um eine kostenfreie Zeitung handelt, können Sie sie hier herunterladen. Der Artikel wurde von Kirsten Große geschrieben.

„Die Fehler der dicken Deutschen“ erschien am 22.01.2015 online beim Handelsblatt, die Autorin ist Jessica Schwarzer.

Den zitierten Sportwissenschaftler Andreas Bredenkamp finden Sie hier.