Jahr: 2016

Gut für’s Hirn

„Warum Laufen das beste Gehirntraining ist“, schreibt Alexandra Kraft in ihrem Artikel, der, wie ich zugeben muss, nicht taufrisch, sondern schon ein paar Tage alt ist. Bis jetzt bin ich nicht dazu gekommen, mir Gedanken zu machen, aber ein Buch mit dem Titel „Gehirnjogging“, das ich vorhin gesehen habe, hat mich zufällig daran erinnert. Und nach einer kleinen Runde Nordic Walking war ich dann auch mental so weit, ein paar Zeilen zu schreiben.

Es ist ja ein altbekanntes Phänomen, dass, wenn man ein Problem wälzt, sich die Lösung meist ergibt, wenn man am wenigsten damit rechnet – oder wenn man unterwegs ist. Gehirnjogging im wahrsten Sinne also. Mir geht es oft so, dass ich nach zwei Stunden Training an der frischen Luft auch mit frischen Ideen nachhause komme. Solche klugen Weisheiten gab’s ja schon immer, aber nun wollen Forscher auch wissenschaftliche Belege dafür gefunden haben. Wie sollte es anders sein: Zuerst wird an Ratten getestet. Laufrad, Ratte, ein paar Elektronen und schon geht die Studie ab.

Die Autorin schreibt:

Das Ergebnis war eindeutig: In den Gehirnen der Ratten mit Laufrädern hatten sich zahlreiche neue Neuronen gebildet. Vor allem im Hippocampus, dem Bereich, der für Lernen und Erinnerung zuständig ist. Umso weiter die Tiere gelaufen waren, umso größer war der gemessene Wachstum.

So viel dazu. An Menschen wurde das Ganze noch nicht final getestet, aber sicher stimmt ihr mir zu, dass es wahrscheinlich ist, dass diese These gestützt wird. Es ist ja durchaus auch ein wünschenswerter Effekt: Körperlich fit werden oder bleiben und gleichzeitig auch noch die grauen Zellen auf Trab halten.

Ich empfehle dazu noch eine gesunde, ausgewogene Ernährung und genügend Zeit zum Ausspannen – perfekt! Natürlich ist klar, dass so ein Zustand schwer zu erreichen ist, der lieben Arbeit sei dank.

Wie seht ihr das? Habt ihr auch die Erfahrung gemacht, dass Sport euch beim Denken hilft?

Outdoor Sport: Nicht nur Nordic Walking ist gut

Letztens im Wald, als ich einen meiner Nordic Walking Kurse gab, fiel mir eine Gruppe junger Sportler auf, die sich dort mit Outdoor Fitness die Zeit vertrieb. Bewegung an der frischen Luft ist definitiv unterstützenswert und was ich da sah, war auch wirklich beeindruckend.

Zum einen geht es darum, ohne zusätzliche Geräte fit zu werden. Da wird gerannt, gesprungen und geklettert, was das Zeug hält. Das hat den Vorteil, dass außer Sportkleidung (inkl. guter Schuhe!) keine Kosten entstehen – es kann also nichts nutzlos im Weg stehen, wenn man mal länger Pause macht, oder der Sport doch nichts für einen ist.

foto-01-05-16-09-54-39

Nordic Walking – ein Outdoor Sport

Zu anderen bringt dieser Sport, genau wie Nordic Walking, diverse Vorteile mit sich, wenn man sich in der Natur bewegt. Auch wenn die Sonne mal nicht scheint (oder vielleicht auch gerade dann), ist Sport sehr angenehm und gesundheitsfördernd allemal! Das Immunsystem freut sich, wenn bei diesem Herbstwetter geschwitzt wird. Natürlich nur, wenn danach die Abkühlung kontrolliert passiert und keine Erkältung droht.

Bei der Recherche zu diesem kleinen Artikel fiel mir auf, wie beliebt das Thema aktuell in der Literatur ist. Es wurden da diverse Ratgeber veröffentlicht, wie man nur mit Körpergewicht Sport macht, wie gut das sei und wie neu und innovativ. Immerhin würde es sich um ein Ganzkörpertraining handeln.

Dann bin ich aber auf einen sehr guten und anschaulich geschriebenen Artikel von Herwig Natmessnig gestoßen, der die historische Entwicklung von Outdoor Fitness nachvollzieht. An dieser Stelle möchte ich diesen Artikel gern empfehlen. Also nehmt euch mal ein paar Minuten Zeit und lest ihn, dann kann euch demnächst kein neuer Outdoor Trend mehr schocken.

Fit im Wald: Outdoor-Training von den 60er-Jahren bis heute.

Was haltet ihr von Outdoor Sport? Einfach nur mal wieder ein Trend oder vielleicht doch die Sportart unserer Zeit?

Ist jeder von uns Extremsportler?

Als treuer Leser von Zeitungen und Zeitschriften habe ich mal wieder einen Artikel entdeckt, der den sportlichen Bereich „Extremsport“ betrifft und über den ich gern hier schreiben möchte.

Es geht um den Artikel „An Grenzen gehen“ in der aktuellen Psychologie Heute 09/2016. Da heißt es in der Überschrift: „Sie laufen Ultramarathons, durchqueren zu Fuß die Sahara und klettern auf den Mount Everest: Extremsportler werden bewundert, aber auch skeptisch beäugt. Was treibt diese Menschen an? Und können wir von ihnen etwas lernen?“

So weit, so gut – das klingt interessant.

Erster Gedanke dazu: Wenn Extremsport damit zu tun hat, an die Grenze zu gehen, ist dann nicht auch jeder Freizeitsportler extrem, der sich permanent selbst herausfordert?

Extremsport, ganz gleich welcher Art, scheint sich zu einem Trend entwickelt zu haben. Immer mehr Unternehmen würden Sportler als Redner buchen, die von ihren sportlichen Erfolgen und Trainings auf wirtschaftliche Prozesse schließen oder gar Selbstoptimierungstipps geben. Ist das sinnvoll? Im Text der Psychologie heute werden sechs Maßnahmen aufgeführt, die sowohl persönlich (beruflich) als auch sportlich zu Erfolg führen sollen.

1) Zielstrebigkeit: Auf das Wichtigste fokussieren

2) Motivationskalkül: Etappenziele formulieren

3) Teamfähigkeit: Unterstützung suchen

4) Energiemanagement: Pausen machen

5) Demut: Respekt spüren

6) Resilienz und Frusttoleranz: Nicht aufgeben

Und nun?

Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber immer, wenn ich von Extremsport lese, habe ich schon keine Lust mehr auf Sport. Wie soll ich jemals an so ein sportliches Niveau herankommen? Als ob die sechs Schritte aus einer Zeitschrift mich zu einem sportlicheren Menschen machen würden. Und: Gibt es diese Ratgeberlektüre nicht alle paar Tage in irgendeiner Zeitschrift?

IMG_3377

Nordic Walking als Extremsport – geht das?

Ja, die gibt es. Es ist anscheinend chic, sportlich und extrem-sportlich zu sein. Längst gilt „Marathonläufer“ in der Bewerbung als ein positives Attribut, schließlich kann man diesen Menschen psychologische Attribute nachweisen. Das ist kurzsichtig, denn schließlich gibt es bestimmt auch Läufer mit einer geringen Qualifikation für bestimmte Berufe.

Grundsätzlich greift die Psychologie Heute in ihrem Artikel aber interessante Aspekte auf und deswegen schreibe ich darüber.

Dinge wie Teamfähigkeit, Demut und Motivationskalkül tauchen nicht oft auf in der Literatur und sind dennoch essentielle Aspekte eines jeden Sportlers. Na klar, es gibt auch die klassischen Einzelgänger in jeder Sportart und nicht jede eignet sich für ein Team, aber oftmals ist es empfehlenswert, sich einer Gruppe anzuschließen oder gar eine zu gründen.

Als Sportler kennt man die unterschiedlichen Phasen der Motivation: Mal kommt sie aus eigenem Antrieb, mal als Druck von Außen – „Du musst mitlaufen! Tu was für dich!“. Es macht Sinn, sich generelle Gedanken zu Trainings, zu Wettkampfsaisons und persönlichen Meilensteinen zu setzen. So wird man nicht Opfer seiner eigenen Übermotivation, die sich ab und zu mal blicken lässt und bekannt dafür ist, nach ihrem Erscheinen jede Menge Antrieb mitzunehmen.

Ihr seht: Grundlegende Gedanken und To-Do-Listen haben nichts, aber auch gar nichts mit Extremsportlern zu tun, denn sie lassen sich auch auf jeden Hobby-Sportler anwenden. Das Tohuwabohu um Extremsport betrachte ich als Trenderscheinung. Es kann einfach nicht jeder einen Marathon laufen und danach noch einen Berg erklimmen oder mehrere hundert Kilometer schwimmen.

Was macht für euch einen Extremsportler aus?

Nun ist sie da!

Endlich, die lang ersehnte Ferien- und Urlaubszeit liegt vor uns.

Für Sie ist Urlaub aktive Freizeit und ein Tag voller Bewegung, aber auch Neugier auf die Eigenheiten der Region?

Ich zeige Ihnen lokale Sehenswürdigkeiten und erzähle Ihnen Wissensertes aus der Region sowie ihrer Historie.

Sie haben sportliche Ziele und suchen nach einer abwechslungsreichen Trainingsmethode und professineller Anleitung an frischer Luft in der Natur?

Willkommen beim Nordic Walking!

Dann sind meine aktuellen Touren vielleicht gerade das Richtige für Sie, schauen Sie selbst >>> weitere Informationen …

Über die Sommermonate sind aber selbstverständlich auch meine anderen Angebote für Einsteiger und Forgeschrittene buchbar, diese sind in der Termingestaltung nach Absprache offen und flexibel >>> weitere Informationen …

Ich würde mich freuen von Ihnen zu hören, und wünsche Ihnen zunächst eine erholsame und aktive Urlaubszeit.

20130720 Wustrau die Bänke am See 1010474

Fotographie: Ricco Schubert

In eigener Sache: Auf neuen Wegen in der Kyritz-Ruppiner Heide

Die Internetseite Nordic Walking Fitness lebt nicht nur von sportrelevanten Themen, sondern besteht auch aus meinen Angeboten als Trainer. So gibt es in diesem Artikel einige Neuigkeiten in eigener Sache. Heute geht es um die Kyritz-Ruppiner Heide im schönen Brandenburg.

Im März habe ich eine Schulung mit Zertifizierung zum Natur- und Landschaftsführer absolviert und mittlerweile erfolgreich bestanden. Inhalte waren z. B.:

  • Flora und Fauna „Natura 2000“
  • Naturschutz in Brandenburg
  • Naturschutz als positive Lebensphilosophie, die Heinz-Sielmann-Stiftung
  • Historische Entwicklung der Kulturlandschaft, Militärhistorie Kyritz-Ruppiner Heide
  • Wolfsmanagement in Brandenburg
  • Heidemanagement
  • Touristisches Marketing/Reiserecht
  • Kommunikation und Führungsdidaktik
  • Umweltbildungsarbeit

Besonders das Wolfsmanagement hat mir gefallen, denn es war sehr interessant, das Spannungsfeld zu betrachten, das sich seit einiger Zeit um den Wolf entwickelt. Auf der einen Seite freuen sich Naturschützer, das Tier wieder in der Region zu sehen. Auf der anderen Seiten fürchten Besitzer von Schafen um ihre Tiere. Auch die Themen Naturschutz, Heidemanagement und die historische Entwicklung der Kyritz Ruppiner Heide haben mir gefallen, denn erstens habe ich zu diesen Themen selbst sehr viel dazugelernt, zweitens werden meine zukünftigen Touren-Teilnehmer diese sicherlich besonders interessant finden und Fragen haben.

Ich werde also nun geführte Nordic Walking Touren in der Kyritz-Ruppiner Heide anbieten.
Dazu gibt es demnächst mehr Informationen. Zunächst hier mehr Infos zu meiner ersten Veranstaltung in der Heide.

Was Sport (Nordic Walking) gesund macht

Ein Leser hat mich auf einen Artikel aufmerksam gemacht, der übersichtlich und lesenswert ist. Da die Thematik nichts Neues hier auf diesem Blog ist und ich immer wieder auf die positiven gesundheitlichen Aspekte von Nordic Walking zu sprechen komme, schreibe ich nur in Kürze, worum es dort geht.

“Was Sport so gesund macht” – und das gilt natürlich auch für Nordic Walking Fitness! Es folgen also ein paar Denkanstöße, warum Sport gut ist.

  1. Sport als Stimmungsaufheller: Nach dem Training fühlt man sich ausgeglichen und insgesamt steigt das Selbstwertgefühl und Wohlbefinden.
  2. Der Konditionsaspekt vergrößert das Herzvolumen und senkt das Risiko von Herzkrankheiten.
  3. Sport verringert die Gefahr auf Diabetes, senkt den Blutdruck und die Gefahr von Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
  4. Fett wird ab- und Muskeln aufgebaut. Besonders für Menschen, die viel sitzen, ist das von Vorteil.
  5. Das Immunsystem wird gestärkt. Bei der aktuellen Grippewelle ist das wohl ganz hilfreich…
  6. Die Durchblutung des Körpers wird angeregt und dadurch wird Venenschwäche verringert.
  7. Sport stärkt die Knochen und beugt Osteoporose vor.
  8. Das Risiko einer Krebserkrankung wird vermindert.
  9. Wer regelmäßig Sport treibt, verlängert statistisch gesehen sein Leben.
  10. Sport beeinflusst unser Sexualleben positiv.

Ganz allgemein gesagt, ist der Mix aus diesen und weiteren Faktoren dafür verantwortlich, warum es sehr ratsam ist, regelmäßig Sport zu treiben. Nordic Walking Fitness bietet sich darüber hinaus an, spezielle Aspekte zu trainieren und ist so vielfältig wie kaum eine andere Sportart.

Welcher Aspekt ist eure Motivation für Sport?

Hier geht es zur Seite, auf der ich den Inhalt gelesen habe.

 

Zuletzt: Mir ist aufgefallen, dass bei einigen Artikeln auf NetDoktor in den Kommentaren der Eindruck entsteht, Diagnosen könnten einfach durch das Lesen von Texten und das Beschreiben von Symptomen erstellt werden. Meine persönliche Meinung ist im Gegensatz dazu, dass ihr euch zwar super im Internet informieren könnt, aber wenn es um Gesundheit geht, solltet ihr zu (mindestens) einem Arzt gehen. Natürlich kann sich auch ein Arzt irren, aber anhand ärztlicher Diagnosen kann besser gehandelt werden als durch eine Erklärung im Internet. Generalisierungen sollten nicht einfach so hingenommen werden.

Natural Running – Für Nordic Walking interessant?

Auch Sportarten sind Trends unterworfen, ganz zu schweigen von den so genannten Trendsportarten, die wir alle sicher aus dem Fernsehen kennen. Dass es beim Nordic Walking hin und wieder Trends in der Bekleidungsindustrie gibt, ist nichts Neues, und auch in Sachen Laufstil liefern Medizin und Forschung ab und zu mal neue Erkenntnisse.

Jetzt haben wir es mit Natural Running zu tun

Was verbirgt sich hinter Natural Running? Der Name deutet es schon an: natürliches Laufen, also barfuß ohne irgenwelche Schuhe oder Socken. Während unser alltäglich beschuhter Laufstil dafür sorgt, dass Muskeln, Sehnen und Bänder verkümmern (so hört man es jedenfalls immer öfter – ich erlaube mir da kein abschließendes medizinisches Urteil!), soll Natural Running durch möglichst viel Bodenkontakt von Mittel- und Vorderfuß dafür sorgen, dass alles gut trainiert wird. Schließlich jagten unsere Vorfahren vor langer Zeit auch ohne Schuhe dem Wild hinterher und ihr ganzer Körper war darauf ausgelegt, barfuß zu funktionieren. Bis jemand den Schuh erfand…

Entwarnung – nicht ganz barfuß

Ganz barfuß? Nein, das ist natürlich etwas extrem (aber wie immer gibt es Menschen, die auf Extreme stehen) – Natural Running funktioniert in erster Linie über sehr dünne Sohlen. Eine Erklärung dafür, dass dieser Trend erst jetzt aufkommt, könnte sein, dass die Schuhindustrie erst seit Kurzem in der Lage ist, dünne Sohlen mit guter Dämpfung und Stabilisierung herzustellen, die darüber hinaus auch noch flexibel sind.

Wie immer gibt es Dinge zu beachten

Es ist naheliegend, dass die extrem dünnen Sohlen anfällig für Schäden sind und im schlimmsten Fall durchlässig für Steine, Stöcke oder spitze Gegenstände sind. Da muss man als Läuferin oder Läufer stark aufpassen, damit man sich keinen Splitter eintritt. Auch zu beachten: Füße und Beine sind den direkten Bodenkontakt häufig nicht in dem Ausmaß gewohnt, wie wir sonst mit “normalen” Laufschuhen trainieren. Natural Running sollte daher anfangs mit wenig Distanz und Belastung begonnen werden.

Nordic Walking Fitness als Naturla Running?

Nordic Walken ohne Schuhe oder mit dünnen Sohlen? Naja, das scheint mir auf den ersten Blick keine gute Idee zu sein, schließlich geht es beim Laufen öfter mal durch den Wald oder über’s Feld. Die Stöcke haben Schutz an ihrer Spitze, die Füße auch und das ist gut so. Barfuß wäre das Verletzungsrisiko zu hoch! Und wo bliebe das erlösende Gefühl, nach einem erfolgreichen Halbmarathon die Schuhe auszuziehen und die Füße zu kühlen?

Habt ihr schon Erfahrungen mit Natural Running gemacht? Könnt ihr euch Nordic Walking barfuß oder mit dünnen Schuhsohlen vorstellen?

Das Geheimnis von Fitness im Alter?

Wer später fit sein will, muss irgendwann den Grundstein dafür legen. Am besten hätte man schon vorgestern mit dem Training begonnen (am besten auch mit Nordic Walking!), aber oftmals erweckt erst das Alter das persönliche Verlangen nach Sport. Nachlassende Kondition, Rückenschmerzen, schlechte Laune: Hätten wir mal schon mit 20 Jahren angefangen, regelmäßig Sport zu treiben!

Ein kurzer Artikel bei Focus Online hat mich auf diese Problematik aufmerksam gemacht und zum Nachdenken angeregt. 20 Jahre alt – was treibt man da so für gewöhnlich? Ausbildung, Studium, Parties, Essen, Rauchen, Alkohol … im Großen und Ganzen eher ein ungesunder Lebensstil, der jenseits der 50 Jahre deutlich mehr Probleme bereiten würde als damals. Na klar, Sport war damals auch dabei und es ist ja nicht ausgeschlossen, dass bei der oder dem einen oder anderen Lesenden hier seit diesem Alter eine sportliche Aktivität regelmäßig erfolgte. Ich unterstelle einem Großteil aber dennoch, dass es irgendwann eine Zeit gab, in der Sport nachgeordnet war. Das ist verständlich, schließlich verschieben sich durch Familie, Beruf und Alltag die Prioritäten.

Der Start auf dem Weg zur Gesundheit: Aktiv werden

Der Start auf dem Weg zur Gesundheit: Aktiv werden

Forscher des Beth Israel Deaconess Medical Center in Boston untersuchen seit den 80-Jahren etwa 5000 Personen, die damals zwischen 18 und 30 Jahre alt waren. Auf einem Fahrradergometer wurden sie getestet, wobei alle zwei Minuten die Schwierigkeit anstieg. Mehr als 20 Jahre später wurden die selben Personen nochmals untersucht. Alle waren natürlich entsprechend gealtert, aber es gab eine interessante Feststellung: Wer auf dem Ergometer länger durchhielt, dessen Risiko für Schlaganfall oder Herzinfarkt war deutlich geringer! Mit jeder zusätzlichen Minute auf dem Trainingsgerät sank die Wahrscheinlichkeit einer solchen Erkrankung um sagenhafte 12 Prozent!

Gesundheitsprobleme kommen von ganz allein, aber für Gesundheit muss man etwas tun

Gesundheit hat viele Ursachen, ebenso wie Krankheit oder Probleme mit Herz und Kreislauf. Seien es Rückenschmerzen: Wer sich nicht bewegt, bekommt welche! Für Gesundheit und Wohlbefinden muss man also etwas tun. Und das so früh im Leben wie möglich.

Und trotzdem: Es ist nie zu spät, mit Sport anzufangen! Gerade Nordic Walking eignet sich hervorragend für Menschen jenseits der 50 Jahre. Bei Läufen und Wettkämpfen habe ich schon 80-Jährige in’s Ziel kommen sehen!

Wie ist eure Erfahrung – treibt ihr seit den Jugendjahren regelmäßig Sport oder habt ihr erst „später“ angefangen?

Hier geht’s zum Artikel bei Focus Online. Dazu gibt es auch ein Video.

Sport bei Kälte – macht das Sinn?

Die guten Vorsätze sind noch mehr oder weniger aktuell, der Bauch mehr oder weniger gewachsen über die Fest- und Feiertage und das schlechte Gewissen quält. Was läge da näher, als eine Runde an die frische Luft zu gehen. Der Klassiker: Joggen. Weil’s hier aber um Nordic Walking geht, ist natürlich Nordic Walking der optimale Klassiker. So, der Entschluss ist also gefasst. Es geht raus, aber Moment … ist es nicht viel zu kalt?

Sport bei Kälte – macht das Sinn?

Zunächst muss ich erwähnen, dass die “guten Neujahrsvorsätze” nicht dazu missbraucht werden sollte, von Null auf Hundert mit Nordic Walking Fitness zu beginnen. Besser wäre es, Sie hätten gestern schon mit dem Training begonnen und würden es langsam steigern. Das soll heißen, dass Nordic Walking (und andere Sportarten auch) unbedingt gemäßigt angefangen werden sollten. Muskeln, Sehnen und Bänder brauchen Zeit, sich auf die (neue) Belastung einzustellen.

Foto 09.01.16, 13 40 16

Laufwege im Winter: Eine Mischung aus Frost und Matsch

Und nun zu diesem Wetter da draußen. Es ist kalt, windig, manchmal matschig, dann friert es wieder. Eigentlich möchte man da keinen Hund vor die Tür jagen, aber wer professionell trainieren möchte, um Pfunde loszuwerden, Kraft, Ausdauer und/oder Kondition zu steigern, der muss raus! Das scheinbar unwirtliche Wetter ist bestens dazu geeignet, das Immunsystem zu stärken. Der Vorteil der Kälte ist nämlich der, dass keine Pollen o. a. in der Luft umherschwirren.

Durch die Nase oder durch den Mund atmen?

Unweigerlich kommen wir dann zu der Kleidung. Dick einpacken, warm anziehen? Nein. Verlassen Sie sich lieber auf das Zwiebelprinzip, das auch beim Nordic Walking wirkt. Um einer Überhizung entgegen zu wirken, kann eine Schicht ggf. ausgezogen werden. Das ist besser, als würden Sie von Anfang an nur einen warmen Pullover tragen. Achten Sie darauf, Funktionskleidung zu nutzen, damit Schweiß abgeleitet wird. Wasserdichte für Regen und / oder Schnee ist auch wichtig. Auch die Schuhe sollten wasserdicht sein und ein gutes Profil besitzen, damit keine Rutschgefahr besteht. Mit nass-kalten Socken läuft es sich nicht gut. Nach dem Training ist es wichtig, die verschwitze Kleidung umgehend auszuziehen, damit der Körper nicht auskühlt.

Es gibt eine Ausnahme. Ab minus 10 Grad Celsius werden Bänder, Sehnen und Muskeln nicht mehr ausreichend durchblutet und das Training wäre eine Gefahr, eine Verletzung würde den Trainingsprozess verzögern. Je kälter es ist, desto eher verkrampfen unsere Muskeln (um Wärme zu erzeugen).

Am besten atmen Sie durch die Nase, denn die kalte Luft würde bei einer Atmung durch den Mund eher die Schleimhäute austrocknen, was ruck zuck zu einer Erkältung führen kann.

Auf jeden Fall vorher ausreichend dehnen, egal bei welchem Wetter! Sie werden sehen, nach einem erfolgreichen Nordic Walking Training fühlen Sie sich viel besser und die gefürchtete Winterdepression hat keine Chance!

Die Idee für diesen Artikel stammt von diesem Beitrag.